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FERI Markets Update Januar 2019 – Gezeitenwende an den Finanzmärkten

Bad Homburg, 21.01.2019
von Dr. Eduard Baitinger, FERI AG
  • Dezember 2018 mit historisch schlechter Performance
  • Anzeichen für einen Negativzyklus verdichten sich
  • Normalisierung der Zinspolitik nicht absehbar

Der Dezember zählt typischerweise zu den freundlichen und schwankungsarmen Monaten an der Börse. Deutliche Verluste sind zum Jahresausklang die absolute Ausnahme. Nicht so im abgelaufenen Jahr. Schlechter als im Dezember 2018 war die Wertentwicklung des US-Leitindex S&P 500 in einem Dezembermonat nur im Jahr 1931. Damit sind die Vorzeichen für das Börsenjahr 2019 alles andere als gut. Zwar haben sich die Märkte zu Beginn des neuen Jahres wieder etwas erholt. Doch dabei dürfte es sich vor allem um eine technische Gegenbewegung handeln, ausgelöst durch die Zusicherung der US-Notenbank, die Zinswende zu drosseln oder notfalls sogar komplett zu stoppen. Blickt man hingegen auf die fundamentalen Daten, deutet vieles darauf hin, dass sich die Märkte, ausgehend von den USA, in einem strategisch negativen Zyklus befinden. Wichtige Vorlaufindikatoren signalisieren, dass die US-amerikanische Wirtschaft an Dynamik verliert. Erste Bremsspuren zeigen sich bereits im Immobilienmarkt. Auch die Auftragslage und die Gewinnschätzungen der US-Unternehmen lassen nach. Hinzu kommt die Haushaltssperre, der sogenannte Shutdown, der das Land lähmt. Setzt Präsident Trump weiterhin auf Konfrontation, könnte dies ernste realwirtschaftliche Folgen haben und die Konjunktur des Landes zusätzlich bremsen. Unter diesen Voraussetzungen fehlt den Märkten derzeit die Phantasie, um an eine echte Fortsetzung der Börsenavancen zu glauben.

Rentenmärkte stehen als Retter nicht zur Verfügung

Eine Mitschuld daran, dass das Anlagejahr 2018 auch in der Breite der Assetklassen so ungewöhnlich schlecht verlaufen ist, haben auch die unverändert sehr niedrigen Zinsen. Zwar ist dieser Umstand nicht neu oder überraschend. Doch anders als etwa beim Ausbruch der Finanzkrise 2008, stehen Zinspapiere heute nicht mehr als Ausgleichsposition für schwache Aktienmärkte zur Verfügung. Damit machen sich die Konsequenzen der ultra-lockeren Geldpolitik, durch die die Zinsniveaus jahrelang künstlich nach unten manipuliert wurden, jetzt schonungslos bemerkbar. Bis sich die Zinsen hinreichend normalisiert haben, wird es im günstigsten Fall voraussichtlich Jahre dauern. Im ungünstigen Fall droht der Eurozone eine monetäre „Japanifizierung“, bei der das Wirtschaftswachstum durch wiederkehrende Liquiditätsspritzen (Q. E.) und dauerhaft tiefe Zinsen künstlich am Leben gehalten wird. Vor diesem Hintergrund erscheinen Buy and Hold-Strategien in nächster Zeit nicht erfolgsversprechend, gefragt sind vor diesem Hintergrund vielmehr dynamische und taktische Ansätze erfahrener Vermögensverwalter, die auf Opportunitäten reagieren und Chancen ergreifen können.


Über Dr. Eduard Baitinger

Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der FERI Gruppe. Er verantwortet den Bereich quantitative Asset Allocation der FERI Trust, wo er auch zahlreiche Forschungsprojekte steuert und koordiniert. In enger Abstimmung mit dem FERI-Vorstand und Chief Investment Officer, Dr. Heinz-Werner Rapp, vertritt er ferner die Anlagestrategie der FERI-Gruppe und deren Kommunikation an Mandanten und Kunden der FERI.

Vor seiner Tätigkeit bei FERI war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und Finanzanalyst bei einem Asset Manager. 2010 schloss er sein Studium an der Universität Bremen, begleitet von einem Auslandsaufenthalt in New York, als Diplom Ökonom ab. 2014 promovierte Eduard Baitinger mit Auszeichnung über neue Ansätze für das quantitative Asset Management. Dr. Baitinger publiziert regelmäßig in akademischen Fachzeitschriften und fungiert als akademischer Gutachter.

Über FERI AG

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

  • Investment Research: Volkswirtschaftliche Prognosen & Asset Allocation-Analysen
  • Investment Management: Institutionelles Asset Management & Private Vermögensverwaltung
  • Investment Consulting: Beratung von institutionellen Investoren & Family Office-Dienstleistungen

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von 34 Mrd. Euro, darunter 7 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Büros in Düsseldorf, München, Luxemburg, Wien und Zürich.



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