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FERI Markets Update Februar 2019 – Die Märkte im Takt der FED

Bad Homburg, 18.02.2019
von Dr. Eduard Baitinger, FERI AG
  • FED stemmt sich aggressiv gegen Börsenschwäche
  • Schwellenländer profitieren
  • Fundamentaler Trend bleibt negativ

Die US-amerikanische Notenbank (FED) wird zunehmend zum Taktgeber der Finanzmärkte. Die Kurseinbrüche der vergangenen Monate hatten Verunsicherung unter den Marktteilnehmern ausgelöst. Um eine Negativspirale an den Finanzmärkten mit entsprechenden Ansteckungsgefahren für die Realwirtschaft zu verhindern, haben sich die USWährungshüter bei ihrem Treffen im Januar eindeutig auf die Seite der Aktienmärkte gestellt. Dabei wurde nicht nur zugesagt, die Zinswende sehr vorsichtig zu steuern, sondern im Ernstfall sogar das Notenbankbilanz-Management „flexibel in beide Richtungen“ zu gestalten. Letzteres hat bei den Marktteilnehmern neue Q. E.-Fantasien geweckt und die Kauflaune gesteigert. Die Märkte folgen damit ganz offensichtlich der alten Börsenweisheit: „Don’t fight the FED!“

Auftrieb für die Emerging Markets

Von den aktuellen Entscheidungen der FED profitieren ganz besonders Aktien und Anleihen aus Schwellenländern. Diese sind stark abhängig von der US-Dollar-Finanzierung und werden entlastet, wenn die US-Zinsen sinken und der US-Dollar abwertet. Folgerichtig war das Schwellenländer-Segment einer der Hauptgewinner der jüngsten Avancen. Aber auch zahlreichen US-Unternehmen mit zumeist hohen Bewertungen, vornehmlich aus dem Tech-Sektor, kommt die Zurückhaltung der FED entgegen, da tiefere Zinsen höhere Bewertungen zulassen. Da der US-Dollar zuletzt jedoch wieder deutlich stärker wurde, könnte die Erholung vieler Emerging Markets kurzlebig sein.

FED wird die Zykluswende nicht aufhalten

Das moderate Auftreten der FED erscheint durchaus glaubwürdig, schließlich ist die Inflation in den USA gering und daran dürfte sich in den nächsten Monaten grundsätzlich nichts ändern. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange die Märkte noch von der Zinsseite her unterstützt werden können. Im Jahr 2018 hat der US-Aktienmarkt stark vom Fiskalstimulus profitiert, der es den USA ermöglicht hat, sich vom Rest der Welt abzukoppeln. Da dieser Impuls 2019 ausfällt, ist eine Verlangsamung der USWirtschaft und der Unternehmensgewinndynamik unausweichlich. In dieser Gemengelage kann die FED den Finanzmarktzyklus zwar noch eine Weile künstlich verlängern. Eine grundsätzliche Zykluswende nachhaltig umzukehren, wird aber selbst der größten Zentralbank der Welt nicht gelingen.


Über Dr. Eduard Baitinger

Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der FERI Gruppe. Er verantwortet den Bereich quantitative Asset Allocation der FERI Trust, wo er auch zahlreiche Forschungsprojekte steuert und koordiniert. In enger Abstimmung mit dem FERI-Vorstand und Chief Investment Officer, Dr. Heinz-Werner Rapp, vertritt er ferner die Anlagestrategie der FERI-Gruppe und deren Kommunikation an Mandanten und Kunden der FERI.

Vor seiner Tätigkeit bei FERI war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und Finanzanalyst bei einem Asset Manager. 2010 schloss er sein Studium an der Universität Bremen, begleitet von einem Auslandsaufenthalt in New York, als Diplom Ökonom ab. 2014 promovierte Eduard Baitinger mit Auszeichnung über neue Ansätze für das quantitative Asset Management. Dr. Baitinger publiziert regelmäßig in akademischen Fachzeitschriften und fungiert als akademischer Gutachter.

Über FERI AG

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

  • Investment Research: Volkswirtschaftliche Prognosen & Asset Allocation-Analysen
  • Investment Management: Institutionelles Asset Management & Private Vermögensverwaltung
  • Investment Consulting: Beratung von institutionellen Investoren & Family Office-Dienstleistungen

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von 34 Mrd. Euro, darunter 7 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Büros in Düsseldorf, München, Luxemburg, Wien und Zürich.



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