Best Execution policy

 

1             Grundlagen

Gemäß den Vorgaben der Richtlinie 2004/39/EG („MiFID“) vom 21.04.2004, des Artikel 28 der CSSF Verordnung Nr. 10-4 vom 22.12.2010 und des Artikel 27 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 vom 19.12.2012 sind Verwaltungsgesellschaften bzw. Manager Alternativer Investmentfonds („AIFM“) verpflichtet, eine Best Execution Policy („Policy“) aufzustellen, um im Interesse ihrer Kunden bestmögliche Handelsergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus besteht im Hinblick auf die „Directive“ 2014/65/EU bzgl. der „Markets in Financial Instruments“ vom 15.05.2014 („MiFID II“) und der „Regulation“ (EU) No 600/2014 der „Markets in Financial Instruments“ vom 15.05.2014 („MiFIR“) seit dem 03.01.2018 u.a. die Pflicht zur Beachtung bestimmter Regularien bzgl. „Best Execution“. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Geschäftsausrichtung primär von MiFID II / MiFIR nicht betroffen. Zwecks Dokumentation der bisher bereits schon praktizierten Prozeduren möchte sich die Gesellschaft der guten Ordnung halber dennoch eine „Best Execution Policy“ geben, die aber nur den Charakter einer grundsätzlichen Prozeßbeschreibung/-dokumentation haben kann.

 

2             Konzept der Auslagerung

Die Feri Trust (Luxembourg) S.A. („Gesellschaft“ bzw. „FTL“) betreibt die Verwaltung von Organismen für die gemeinsame Anlage in Wertpapieren („OGAW“ bzw. „UCITS“) sowie Alternative Investment Fonds („AIF“). Im Rahmen ihrer strategischen Geschäftsorganisation hat sich die Gesellschaft entschlossen, nicht alle Verwaltungsleistungen selbst zu erbringen, sondern aus Gründen der Effizienz bestimmte Geschäftsbereiche auf hochspezialisierte Dienstleister auszulagern. Damit soll Anlegern stets ein Höchstmaß an Knowhow bei gleichzeitig großer Flexibilität geboten werden.

(1)          Für sämtliche UCITS und einige AIF ist das Portfoliomanagement ausgelagert. In diesem Zusammenhang wird die Ordererteilung bei dem Portfoliomanager ausgeführt. Hier werden insbesondere solche Vermögensgegenstände gehandelt, welche über Wertpapiere zumeist an geregelten Märkten repräsentiert sind.

Im Rahmen der einleitenden Geeignetheitsprüfung werden die Portfoliomanager dahingehend überprüft, ob diese für die auszuführenden Tätigkeiten zugelassen sind und über entsprechende Regularien wie eigene Ausführungsgrundsätze zur Ausführung von Aufträgen in Finanzinstrumente mit professionellen Kunden („Best Execution Policy“) verfügen.

Darüber hinaus wird das Bestehen aktueller Ausführungsgrundsätze im Rahmen der laufenden Geeignetheitsprüfung der Dienstleister in der Rolle der Portfoliomanager regelmäßig überprüft.

(2)          Darüber hinaus übt die FTL für bestimmte AIF die Rolle des Portfoliomanagements selbst aus. Bei diesen AIF handelt es sich um Fonds, die nahezu ausschließlich in Private Equity-, Real Estate- bzw. Hedge Fund-Zielfonds investieren. Diese Zielfonds werden grundsätzlich nicht über die Börse gehandelt, sondern nur zu einem unbekannten Preis geordert (nächster NAV) bzw. über Zeichnungsverpflichtungen erworben. Vergleichspreise an verschiedenen Handelsplätzen existieren insofern nicht.

3             Die FTL in der Rolle des Portfoliomanagers

Für bestimmte AIF übt die FTL als zugelassener AIFM die Rolle des Portfoliomanagers aus. Wie zuvor erwähnt, handelt es sich bei den AIF um Fonds, die in Private Equity-, Real Estate- bzw. Hedge Fund-Zielfonds investieren. Diese Zielfonds werden grundsätzlich nicht über die Börse gehandelt, sondern nur zu einem unbekannten Preis geordert (nächster NAV) bzw. über Zeichnungsverpflichtungen erworben. Vergleichspreise an verschiedenen Handelsplätzen existieren insofern nicht.

Die Investitionsentscheidungen für Private Equity- und Real Estate-Zielfonds werden vielmehr im Rahmen eines umfangreichen Due Diligence-Prozesses getroffen, der sich regelmäßig über mehrere Wochen oder Monate erstreckt. Hierbei werden die wesentlichen wirtschaftlichen, aufsichtsrechtlichen, steuerrechtlichen und vertragsrechtlichen Gegebenheiten bzw. Dokumente gemeinsam mit externen Partnern, wie Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, etc. geprüft. In Vertragsverhandlungen werden am Ende der Prozesskette z.T. Individualabsprachen getroffen, die z.B. in Zeichnungsdokumenten, Limited Partnership Agreements und/oder Side Letters ihren Niederschlag finden.

Die Investitionsentscheidungen für die einzelnen Ziel-Hedgefonds trifft die FTL nach Abschluss eines umfangreichen Due Diligence-Prozesses. Dieser erstreckt sich für jeden Zielfonds über mehrere Wochen oder Monate. Die relevanten Ziel-Hedgefonds sind i.d.R. sogenannte Offshore-Fonds. Häufig handelt es sich um Feeder-Fonds auf den Cayman Islands, welche wiederum in dort ansässige Master-Fonds investieren. In diesen Master-Fonds legen u.a. auch institutionelle US-Investoren ihr Kapital an.

Aufgrund der Breite des Anlageuniversums greift die FTL auf die Unterstützung externer Dienstleister zurück. Im Investitionsprozess werden die wesentlichen anlagestrategischen, wirtschaftlichen, aufsichtsrechtlichen, vertragsrechtlichen und ggf. steuerrechtlichen Gegebenheiten und Dokumente von externen Partnern geprüft, insbesondere vom Anlageberater, von der Verwahrstelle des AIF und erforderlichenfalls auch von Steuerberatern oder Rechtsanwälten.

Eine Best Execution Policy im klassischen Sinne geregelter Handelsmärkte ist für diese Art von Investments nicht anwendbar.

 

4             Schlußbestimmungen

Die vorliegende Best Execution Policy der FTL ist regelmäßig zu überprüfen und insbesondere bei Änderungen der in Abschnitt 2 und 3 dargestellten Basissachverhalte entsprechend anzupassen. Im Rahmen der Auslagerungskontrolle (Abschnitt 2 (1)) wird das Vorhandensein einer aktuellen Best Execution Policy bei den relevanten Dienstleistern überwacht.

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