Diese Seite übersetzen in:
Zu FERI in:
myFERI Economics Portal FERI AIF Portal

Markets Update Dezember 2021 - Aussichten auf die Jahresendrallye trüben sich ein

Bad Homburg, 13.12.2021
von Dr. Eduard Baitinger, FERI
  • Finanzmärkte weiterhin im Bann der Corona-Pandemie
  • FED verschärft nochmals geldpolitischen Straffungskurs
  • Wahrscheinlichkeit für weitere Aktienhochs sinkt

Nach fast zwei Jahren Pandemie werden die Finanzmärkte erneut von Corona-Ängsten eingeholt. Für Verunsicherung sorgt die in Südafrika entdeckte Virus-Variante Omikron, die nach ersten vorläufigen Erkenntnissen zwar sehr ansteckend ist, vermutlich aber deutlich weniger schwere Krankheitsverläufe verursacht. Die Finanzmärkte wägen derzeit noch ab, ob die neue Virus-Variante tatsächlich das Potenzial besitzt, in den Industrieländern neue Lockdowns und dadurch eine erhebliche wirtschaftliche Lähmung auszulösen, oder ob sich diese Sorge als unbegründet erweist. Im Ergebnis hat diese Unsicherheit in den vergangenen Wochen zu hoher Volatilität geführt. Wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich in der Mitte: Da das demografische Profil in den Industrieländern deutlich älter ist als in Südafrika, können die dortigen Erkenntnisse nicht ohne weiteres übertragen werden. Zudem herrschen in vielen Industrieländern immer noch signifikante Impflücken. Daher dürfte das weitere Pandemiegeschehen den wirtschaftlichen Ausblick auf das Jahr 2022 zumindest moderat eintrüben. Die Performancemuster der vergangenen Wochen haben jedenfalls gezeigt, dass die US-Börsen bei steigenden Corona-Risiken besser abschneiden als der Rest der Welt. Zum einen ist der Aktienmarkt in den USA insgesamt defensiver ausgerichtet als die konjunktursensitiven Regionen Europa und Japan. Zum anderen sind in den maßgeblichen US-Indizes Unternehmen aus dem Technologiesektor, die zu den Corona-Gewinnern zählen, deutlich höher gewichtet als im internationalen Vergleich. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich für professionelle Anleger, die ihr Portfolio gegen mögliche neue Corona-Risiken absichern wollen, den US-Aktienanteil relativ aufzustocken.

FED zieht die Zügel an

Ebenfalls belastend wirkte zuletzt die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank. Die FED ist angesichts des erneut zunehmenden Inflationsdrucks zu einer weiteren, außerplanmäßigen Straffung ihrer Maßnahmen gezwungen. Nachdem sie erst Anfang November offiziell eine Straffung ihrer Anleihenkäufe verkündet hatte, deutet nun alles darauf hin, dass dieser Kurs jetzt noch einmal deutlich verschärft werden soll. Zudem gehen die Märkte mittlerweile von mindestens zwei Leitzinsanhebungen 2022 aus, wobei immer mehr Marktteilnehmer auch drei Zinsschritte für realistisch halten. Vor diesem Hintergrund sinkt die Wahrscheinlichkeit für neue Aktienhochs und somit eine nachhaltige Jahresendrallye. Da der inflationäre Druck auch über den Jahreswechsel hinaus fortbestehen wird, sind weitere geldpolitische Störfeuer Anfang 2022 zu erwarten. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der monetäre Straffungszyklus noch am Anfang steht. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Geldpolitik auch 2022 grundsätzlich expansiv bleibt und damit vorerst kein echter Bärenmarkt an den globalen Börsen droht.
 


Über Dr. Eduard Baitinger

Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der FERI Gruppe. Er verantwortet den Bereich quantitative Asset Allocation der FERI Trust, wo er auch zahlreiche Forschungsprojekte steuert und koordiniert. In enger Abstimmung mit dem FERI-Vorstand und Chief Investment Officer, Dr. Heinz-Werner Rapp, vertritt er ferner die Anlagestrategie der FERI-Gruppe und deren Kommunikation an Mandanten und Kunden der FERI.

Vor seiner Tätigkeit bei FERI war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen und Finanzanalyst bei einem Asset Manager. 2010 schloss er sein Studium an der Universität Bremen, begleitet von einem Auslandsaufenthalt in New York, als Diplom Ökonom ab. 2014 promovierte Eduard Baitinger mit Auszeichnung über neue Ansätze für das quantitative Asset Management. Dr. Baitinger publiziert regelmäßig in akademischen Fachzeitschriften und fungiert als akademischer Gutachter.


Über FERI

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von ca. 53 Mrd. Euro, darunter knapp 13 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Standorte in Düsseldorf, Hamburg, München, Luxemburg, Wien und Zürich.



Pressekontakt

Katja Liese

Mitglied der Geschäftsleitung

Leiterin Presse & Kommunikation

T +49 (0) 6172 916-3192

F +49 (0) 6172 916-1192

presse@feri.de

FERI AG

Rathausplatz 8-10

61348 Bad Homburg

Dr. Eduard Baitinger
Kontakt
Kontakt
Login
Sprache
Katja Liese
Mitglied der Geschäftsleitung
Leiterin Presse & Kommunikation

T +49 (0) 6172 916-3192
F +49 (0) 6172 916-1192
presse@feri.de

FERI AG
Rathausplatz 8-10
61348 Bad Homburg

Kontaktformular

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir kommen auf Ihr Anliegen zurück.

Leider ist ein Fehler aufgetreten.

Der Sicherheitscode wurde falsch eingegeben.

Diese Seite übersetzen in:
Zu FERI in:
KONTAKT
Telefon
Kontakt
Katja Liese
Mitglied der Geschäftsleitung
Leiterin Presse & Kommunikation

T +49 (0) 6172 916-3192
F +49 (0) 6172 916-1192
presse@feri.de

FERI AG
Rathausplatz 8-10
61348 Bad Homburg

Kontaktformular

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir kommen auf Ihr Anliegen zurück.

Leider ist ein Fehler aufgetreten.

Der Sicherheitscode wurde falsch eingegeben.