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Konjunktur und Märkte 2021: Zwischen Erholung und steigenden Zinsen

Bad Homburg, 11.03.2021
von FERI
  • Volkswirtschaften erholen sich in unterschiedlichem Tempo von Corona-Einbruch
  • Mittelfristig drohen Kursverluste bei Renten und spürbar höhere Inflation
  • Weiterer Zinsanstieg dürfte Aktien zunehmend belasten – aktive Steuerung entscheidend 

Obwohl die globale Wirtschaft noch immer unter den Folgen der Lockdowns leidet, rechnen die Kapitalmärkte bereits fest mit einer Überwindung der Pandemie im Laufe des Jahres 2021. Optimistisch stimmen vor allem die verbesserten Gewinnaussichten der Unternehmen und die Unterstützung durch eine unverändert expansive Geldpolitik. Zuletzt verstärkten sich jedoch die Anzeichen von Übertreibungen an den Aktienmärkten. Der deutliche Zinsanstieg insbesondere in den USA sorgte schließlich für wachsende Verunsicherung. „Die jüngsten Kurskorrekturen sind ein klares Warnsignal. Trotz langfristig positiver Aussichten ist das Risiko für kurz- bis mittelfristige Rücksetzer an den Börsen stark gestiegen“, sagte Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Chief Investment Officer von FERI, im Rahmen des digitalen Jahrespressegesprächs in Frankfurt. Die weitere Entwicklung hänge entscheidend davon ab, wie viel Zinsanstieg der Aktienmarkt verträgt.

Inflationssorgen zunehmend berechtigt

Die Weltwirtschaft wird die vor einem Jahr begonnene Erholung im Laufe dieses Jahres fortsetzen. Dabei dürfte es zu größeren Unterschieden zwischen den einzelnen Regionen kommen: Bisher lag China beim Wachstum vorne. Im ersten Halbjahr könnten die USA die Führung übernehmen, danach dürfte dann auch Europa deutlich aufholen. In den USA ist durch den massiven Fiskalstimulus mit einem deutlichen Wachstumsschub zu rechnen. „Wenn der private Konsum in den USA in den kommenden Monaten anzieht, trifft er auf begrenzte Kapazitäten, weil viele Unternehmen sich von der Corona-Krise noch nicht ausreichend erholt haben oder ganz aufgeben mussten. Steigende Preise sind dann sehr wahrscheinlich. Das ist bereits ansatzweise sichtbar“, so Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe. Noch werde ein starker Anstieg der Inflation durch die gedämpfte Preisentwicklung im Dienstleistungssektor verhindert. Doch das könne sich in absehbarer Zeit ändern. „Die Inflationserwartungen an den Kapitalmärkten sind bereits gestiegen, und auch die Zinsstrukturkurve zeigt mittlerweile einen deutlich steileren Verlauf als vor der Pandemie“, erläuterte Angermann.

Anleihemärkte bleiben schwach

Die Aussicht auf steigende Inflationsraten setzt vor allem die Anleihemärkte unter Druck. Insbesondere bei Staatsanleihen ist mit weiteren Kursverlusten zu rechnen. Die Aktienmärkte profitieren einerseits von einem weiterhin günstigen fundamentalen und geldpolitischen Umfeld, könnten aber unter dem Eindruck weiter steigender Zinsen zunehmend in die Defensive geraten. Vor diesem Hintergrund ist in den kommenden Monaten mit einem fragilen „Risk on“-Szenario zu rechnen. Das Marktumfeld für Risikoaktiva wie Aktien und Rohstoffe bleibt dabei grundsätzlich positiv, dennoch kommt es für den Anlageerfolg entscheidend auf eine stärkere Steuerung innerhalb der einzelnen Anlagesegmente an. Zyklische Aktien sind in diesem Umfeld gegenüber Wachstumswerten klar zu bevorzugen, speziell der Technologiesektor könnte deutlich korrigieren. 


Über FERI

Die FERI Gruppe mit Hauptsitz in Bad Homburg wurde 1987 gegründet und hat sich zu einem der führenden Investmenthäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. Für institutionelle Investoren, Familienvermögen und Stiftungen bietet FERI maßgeschneiderte Lösungen in den Geschäftsfeldern:

Das 2016 gegründete FERI Cognitive Finance Institute agiert innerhalb der FERI Gruppe als strategisches Forschungszentrum und kreative Denkfabrik, mit klarem Fokus auf innovative Analysen und Methodenentwicklung für langfristige Aspekte von Wirtschafts- und Kapitalmarktforschung.

Derzeit betreut FERI zusammen mit MLP ein Vermögen von 42,7 Mrd. Euro, darunter 9 Mrd. Euro Alternative Investments. Die FERI Gruppe unterhält neben dem Hauptsitz in Bad Homburg weitere Büros in Düsseldorf, Hamburg, München, Luxemburg, Wien und Zürich.



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